Haarausfall stoppen! Was hilft wirklich?

Haarausfall stoppen, aber wie? In dieser Rubrik finden Sie Informationen zur Behandlung von Haarausfall. Informationen zu den verschiedenen Formen von Haarausfall finden Sie hier.

Alopezie – Anlagebedingter Haarausfall (AGA)

Alopezie bei Männer

Zur Behandlung von Alopezie (Alopecia androgenetica) – dem vererbten anlagebedingtem Haarausfall – gibt es diverse apotheken- beziehungsweise rezeptpflichtige Medikamente. Zum einen kann diese Form des Haarausfalls mit dem rezeptpflichtigen Medikament „Finasterid“ behandelt werden, andererseits gibt es auch eine Applikation (Minoxidil) zum Auftragen direkt auf den betroffenen Stellen.

Haarausfall stoppen mit Minoxidil

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Haarausfall stoppen mit Finasterid

wird täglich in der Form von 1mg pro Tag eingenommen und wird seit über 15 Jahren zur Behandlung des anlagebedingten Haarausfalls des Mannes eingesetzt. Die Wirkungsweise von Finasterid besteht darin, selektiv das Enzym 5-alpha-Reduktase Typ II zu hemmen und somit die Umwandlung des männlichen Geschlechtshormon Testosteron zu DHT zu unterbinden. DHT ist neben der vererbten Veranlagung mitunter hauptverantwortlich für den androgenetischen Haaruasfall. Mittels Finasterid wird der DHT Spiegel im Blut um etwa 70% gesenkt. Bei etwa 6 von 10 Männern konnte eine Zunahme der Haardichte beobachtet werden.

Haarausfall stoppen mit Minoxidil

wurde bei der Therapie von Bluthochdruck entdeckt und zeigte als Nebenwirkung ein verstärktes Haarwachstum. Minoxidil gibt es in einer aufbereiteten Form entweder als Lösung oder auch als Schaum zum Auftragen direkt auf die betroffenen Stellen auf der Kopfhaut. Eine Verdichtung der Haare kann in etwa nach 3-6 Monate beobachtet werden, der Stopp des Haarausfalls hingegen schon in etwa nach 3 Monaten.

Der Wirkstoff Minoxidil wird über das Enzym Sulfotransferase zum Wirkstoff Minoxidilsulfat umgewandelt. Dieser Wirkstoff erweitert die Blutgefäße rund um den Haarbulbus. In der Papille kommt es zu einer vermehrten Bildung des Botenstoffes VEGF (vasculärer endothelialer Wachstumsfaktor). Zusätzlich werden Kalium-abhängige ATP-Kanäle geöffnet. Die Folgen dieser Wirkungen sind eine verbesserte Durchblutung der dermalen Papille und des Gefäßnetzes um den Haarbulbus und damit eine erhöhte Nährstoffzufuhr und -Versorgung. Dem weiteren Schrumpfen des Haarfollikes wird so entgegengewirkt.



Alopezie bei Frauen

Ähnlich wie bei der Behandlung des männlichen androgenetischen Haarausfalls kann auch die weibliche Form mit dem Wirkstoff Minoxidil (jedoch in 2%iger Lösung) eingesetzt werden.

Haarausfall stoppen mit Regaine für Frauen

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Das primäre Ziel bei der Behandlung von Haarausfall sollte immer in erster Linie der Stopp des Haarverlustes sein. Wenn dann bei einer geeigneten Behandlung erneut Haare nachwachsen so ist das gesteckte Ziel zunächst sogar übertroffen worden. Wissenschaftlichen Studien nach zeigte, dass Lösungen welche Alfatradiol-haltig sind, hier den Haarausfall nachhaltig stoppen beziehungsweise verzögern können.

Haarausfall stoppen - Behandlung von weiblichen Haarausfall

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Alfatradiol zur Behandlung von Haarausfall

hemmt ähnlich Finasterid die Umwandlung von Testosteron in das Haarwurzel-schädigende Dihydrotestosteron (DHT). Ohne Behandlung würden die Haarfolikel nach und nach verkümmern und sind ungeschützt dem Enzym DHT ausgeliefert.Eine Therapie mit Alfatradiol muss langfristig geplant werden, denn erste Ergebnisse werden erst cirka 3-6 Monate nach Anfang der Behandlung sichtbar. Die Lösung sollte einmal pro Tag auf die trockene Kopfhaut aufgetragen und leicht einmassiert werden. Haarpflege wie Waschen oder Föhnen können weiterhin problemlos erfolgen.

Haarausfall stoppen mit Anti-Baby-Pille

in manchen Anti-Baby-Pillen sind Antiandrogene vorhanden und wirken dadurch sogar therapeutisch gegen anlagebedingten Haarausfall bei Frauen. Eine Behandlung durch die Anti-Baby-Pille sollte jedoch nur mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Die Wirkungsweise entstammt dem in den Pillen enthaltenen Chlormadinonacetat (zum Beispiel in Belara oder Gestamestrol), Cyproteronacetat  (z.B. Diane) oder Dienogeste (z.B. Valette).

Diffuser Haarausfall

Haarausfall stoppen - Behandlung von diffusem Haarausfall

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Beim diffusen Haarausfall muss zuerst die Ursache bestimmt werden, beziehungsweise der Auslöser. Auslöser können Therapien oder Infektionskrankheiten sein. Auch Eisenmangel oder das Absetzen von Medikamente könnte den Haarausfall begünstigen. Falls die Ursache nicht gefunden oder behandelt werden kann, muss eine symptomatische Behandlung des Haarausfalls erfolgen.
Hier empfiehlt sich die Einnahme von Vitamin-B die dem Haar die nötigen Nährstoffe liefern. Die Wirksamkeit der Behandlung wurde wissenschaftlich in diversen Studien festgestellt und es wurde eine vermehrung der Haaranzahl als auch der Haardichte festgestellt. Die Therapie muss hier mindestens 3-6 Monate andauern um erste Erfolge verbuchen zu können. Eine Analyse von über 1500 Patienten bestätigte die Wirksamkeit der Komplex-Behandlung mit Cystin, Calciumpanthotenat und Medizinalhefe bei diffusem Haarausfall. Das Behandlungsergebnis konnte somit mit gut beziehungsweise sogar sehr gut beurteilt werden.



Kreisrunder Haarausfall

Erst bei größerer Ausdehnung oder wiederkehrendem kreisunden Haarausfall sollte eine medikamentöse Behandlung in Betracht gezogen werden. Hierbei kommen Medikamente zum Einsatz, die das Immunsystem unterdrücken und so den Entzündungsprozess stoppen. Als eines der wirkungsvollsten Medikamente hat sich DCP (Diphenylcyclopropenon) erwiesen. Der genau Wirkmechanismus dieses Medikament ist allerdings noch nicht genau geklört. Achtung, dieses Medikament ist stark allergieauslösend. Dieses Medikament ist bisher noch nicht als Arzneimittel zugelassen und gilt als gefährliche Chemikalie. Eine andere Methode stellt die sogenannte PUVA-Methode (Foto-Chemo-Behandlung) dar. Dabei wird das haarlose Areal mit ultravioletten Strahlen in einer gewissen Wellenlänge bestrahlt, wobei diese die Haut lichtempfindlicher machen. Langfristig angewandt kann diese Methode jedoch die Wahrscheinlichkeit an Hautkrebs zu erkranken erhöhen. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall direkt an Ihren Hautarzt.

Haartransplantation bei Haarausfall

Bei einem anlagebedingten Haarausfall des Mannes ist eine Haartransplantation in den meisten Fällen gut zugänglich. Auch bei Frauen mit androgenetischer Alopezie und dem weiblichen Typ mit einem Mittelscheitel-Lichtmuster ist eine Haartransplantation gut möglich. Bei einer Haartransplantation werden die vorhandenen Spenderhaare aus der Hinterkopfregion entnommen und in den Spenderbereich eingesetzt. Zur Entnahme gibt es aktuell zwei gängige Methoden. Einerseits die FUE- (Follicular Unit Extraction) und andererseits die FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation).

Haarausfall stoppen mit FUT

© art4stock / Fotolia

FUT – Haartransplantation

Bei der FUT – auch als Streifentechnik bekannt – wird aus dem Spenderbereich ein schmaler Streifen chirurgisch entfernt. Anschließend werden dort, vereinfacht erklärt, die Haare extrahiert und aufbereitet und anschließend am Empfängerbereich eingesetzt. Bei dieser Methode dauert die Entnahme des Spenderhaares, je nach Anzahl von Folikel, in etwa 30 – 45 Minuten. Die Behandlung selbst dauert anschließend rund 4-5 Stunden bei cirka 2.000 FUs. (FUs = Folikulare Einheiten)

FUE – Haartransplantation

Haarausfall stoppen mittels Haartransplantation

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Bei der FUE Methode werden die Haarfolikel aus dem Spenderbereich einzeln entweder per Hand oder auch mittels Micromotor entnommen und nach der Aufbereitung wieder eingesetzt. Diese Einheiten bestehen aus natürlichen Grupierungen von 1-4 Haaren, den sogenannten Grafts. Diese Methode zählt zu den State-of-the-Art Methoden in der Haarverpflanzung.

Bei dieser Methode werden die Grafts mittels einer Hohlnadel aus dem Haarkranz entnommen und in den Spenderbereich eingesetzt. Zur Entnahme werden kleine Nadeln verwendet, die die Grafts in der Größe von 0,5 mm bis 1 mm entnehmen können. Vor der Verpflanzung werden die Grafts in einer speziellen Lösung aufbewahrt. Anschließend setzt der Arzt mittels Pinzette die einzelnen Grafts in kleine Hautschlitze ein. Hierbei müssen Wachstumsrichtung und Winkel des einzusetzenden Haares beachtet werden.

Haarausfall stoppen mit PRP

Die PRP (platelet rich plasma) Eigenbluttherapie ist schon länger im medizinischen Bereich bekannt. Im Bereich der Haarmedizin wirkt PRP positiv auf das Haarwachstum und auf die Regeneration des Haares. PRP steht für „platelet rich plasma“, was soviel bedeutet wie thrombozytenreiches Blutplasma. Anschließend wird das Konzentrat aus dem Blut des Patienten gewonnen und nach einer Aufbereitung, in die betroffenen Stellen des Patienten injiziert.

Das PRP kann an der Haarwurzel in der Kopfhaut die Zell-Regeneration erneut anregen. Das heisst, dass die autologe Zellregeneration dabei helfen kann, den Haarausfall in den meisten Fällen zu stoppen und erneut zum Wachstum anzuregen. Ernste Risiken gibt es bei der Behandlung mittels PRP kaum. Es ist jedoch zu beachten, dass die meisten Ärzte keine Behandlung bei einer Infektion mit HIV oder Hepatitis durchführen. Akute Entzündungen an der Kopfhaut sollten zunächst abheilen, bevor eine Therapie durchgeführt wird. Die Behandlung selbst sollte dabei mindestens 3 mal in Abständen von 2-3 Wochen erfolgen. Eine Auffrischung wird dann cirka einmal pro Jahr durchgeführt. Die Kosten sind abhängig von Land und Arzt, wobei sich die Kosten in der Regel von 300 Euro bis 100 Euro pro Therapie bewegen können.



Streuh- bzw. Schütthaar

Streuh- bzw. Schütthaare sind zwar keine Medikamente und können somit den Haarausfall nicht stoppen, es ist jedoch möglich aktiv gegen die Auswirkungen von Haarausfall anzugehen. Mittels Streuhaare werden die kahlen Stellen durch Mikrofasern abgedeckt und sind somit nicht mehr sichtbar. Diese werden anschließend mit einem Spray fixiert und halten dann auch leichten Regen und sogar Sport aus. Mehr Informationen zu Streuhaar gibt es hier.

Haarausfall stoppen mit alternativen Produkte

Haarausfall stoppen mit Shampoos

Nizoral Shampoos sind weithin als Anti-Pilz Behandlung bekannt. Diese Shampoos entwickelten sich im Laufe der Zeit zu guten Shampoos gegen Schuppen. Es war daraufhin nur eine Frage der Zeit bis erste Efolge in der Bekämpfung von Haarausfall beobachtet werden konnten. In diesen Shampoos ist der Hauptbestandteil „Ketoconazol“ welches eine anti-androgene (DHT) Wirkung aufweist. Folglich wirkt das Shampoo dabei auf die Haarwurzel und kann den Haarausfall lindern beziehungsweise in einigen Fällen sogar stoppen und erneut für Haarwachstum sorgen. Besonders zu empfehlen bei der Behandlung von Haarausfall  ist das Shampoo von Regenepure.

Haarausfall stoppen mit Nahrungsergänzumgsmittel

Nahrungsergänzungsmittel versorgen das Haar mit den nötigen Nährstoffen und Vitaminen um den Haarwachstum garantieren zu können. Haare benötigen eine ständige Zufuhr an Vitaminen, Aminosäuren, Spurenelemente und Mineralstoffen. Besonders dringend benötigt wird das Vitamin B7, auch bekannt als Vitamin H. Der Mangel an Biotin führt in den meisten Fällen direkt zu Haarausfall. Mit den richtigen Nahrungsergänzungsmittel wie (Priorin) kann dem Haarausfall direkt entgegengewirkt beziehungsweise vorgebeugt werden.

Die besten Nahrungsergänzungsmittel für die Behandlung von Haarausfall habe ich für Sie zusammengestellt:

BIOTIN + ZINK, 1er Pack (1x365 Stück)

Kapseln BIO-H-TIN, 1er Pack (1x90 Stück)

Kapseln Priorin, 1er Pack (1x120 Stück)

Kapseln Biotin, 1er Pack (1x365 Stück)

 

Im nächsten Artikel erhalten Sie Informationen zu Streuhaar.

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